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· Ralf Westphal

Eine Woche Walz bei der Tischlerei Berg

Eine Woche Walz liegen wieder hinter Andrea Kaden und mir. Dieses Mal waren wir bei der Tischlerei Berg in Overath.

Gruppenfoto von sieben Personen im Büro der Tischlerei Berg, aufgenommen während der Walz

5 Tage haben wir wieder alles hinterfragt und alles gegeben. Von 9:00 bis 16:30 waren wir im Unternehmen. Von 18:00 bis 23:00 haben wir Transkripte ausgewertet, Prozesse reflektiert und mit Vibe Coding erste Lösungen gebaut.

Nach der letzten Walz hatten wir uns vorgenommen, es dieses Mal etwas ruhiger anzugehen. Das hat leider nicht geklappt. Zu interessant war das, was wir gehört und gesehen haben.

Tischlerei Berg war ein schönes Beispiel dafür, wie im deutschen Mittelstand alles für die Kunden gegeben wird – aber eben manchmal deshalb auch Energie fehlt, die internen Prozesse auf der Höhe der Zeit zu halten.

Wir haben uns bemüht, solche Energie wieder in die Organisation zu geben mit Tipps & Tricks, quick wins, Lösungsansätzen für Lücken in der Tool-Landschaft, aber auch Ermunterung, dickere Bretter zu bohren.

Das hat uns allen viel Spaß gemacht. Allerdings war dafür auch Voraussetzung, dass die Führungsriege vom Office bis in die Werkstatt in dieser Woche voll ansprechbar war. Und das war sie. Toll! So sieht Veränderungswille aus. So konnten „auf kleinem Dienstweg“ schon erste Entscheidungen getroffen werden.

„Wenn einer auf die Walz geht, dann kann er etwas lernen.“ Genau so ist es wieder gekommen. Tischlerei Berg hat jetzt ein Change Board voller Anregungen; wir müssen nun unsere zwei Walz-Erfahrungen aber auch auswerten. Welche Muster haben wir gesehen über Betriebsgrößen hinweg? Welche Ansätze lassen sich verallgemeinern? Welche Tool-Lücken zeigen sich immer wieder?

Eines ist schon klar: kleine und mittlere Organisationen sind zu individuell, als dass sie sich in die Schemata von one-size-fits-all Softwarelösungen pressen lassen. Die Flexibilität des Handwerks braucht flexible Werkzeuge und Methoden.